Solomon Islands

Mission possible!

Wir träumen jede Nacht – manche auch tagsüber… Manchmal erinnern wir uns, doch die meisten Geschichten fallen hinten runter. Vor 15 Jahren hatte ich einen Traum von fünf verschiedenen Orten. Nichts Außergewöhnliches sollte man meinen – doch dieser Traum hatte etwas von einer Vision.

Ich folgte diesen Bildern – und fand sie.

Das Letzte hier auf den Solomon Islands. Ein Ort Names Munda. Ich stehe am Ufer, schaue in den Horizont und weiß – das ist das Bild. Es erfüllt mich – ich sauge den Moment auf – etwas fällt ab von mir – Stille. Tut sich jetzt der Untergrund auf? Hagelt und blitzt es? Tritt etwas in Erscheinung? Nein – es bleibt einfach nur still. „Etwas“ endet. „Etwas“ verläßt mich.

Führte mich doch diese Vision seit damals um die halbe Welt, auf verschiedenste Kontinente, Länder, Städte und Bushcamps. Ich könnte jetzt auch einfach wieder nach Deutschland fliegen – bin „fertig“. 

Mein ursprünglicher Gedanke mich um die Welt zu arbeiten hat nicht gefruchtet – jetzt weiß ich warum – es ging um etwas anderes. Mich finden lassen. Orte besuchen, die mir helfen mich zu erkennen, Abschied zu nehmen von Gewohnheiten und Gewöhnlichem. Erkennen was be“Enden“ wirklich bedeutet und darüber zu schreiben. Was für ein Geschenk!

Immer wieder auf dieser Reise habe ich das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse im Kopf. Immer wieder wird die Luft scheinbar silbern wenn ich R. M. Rilke höre – dann stolpern selbst die Moskitos über meine Gänsehaut und lassen mich in Ruhe.

In 20 Minuten verlasse ich Honiara in Richtung Brisbane. Ade Solomons!

  
Herzhafte Grüße!

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Solomon Islands

Solomon Islands

Kennt die jemand? Die Solomonen liegen zwischen Papua-Neuguinea und dem Süd Pazifik. Dieser Inselstaat umfasst ca. 900 Inseln – bewohnte und unbewohnte – und spielte im II. WK eine entscheidende Rolle für die Niederlage der Japaner im Pazifik.

Warum sitze ich hier in dem Flughafensaal von Honiara? Hm, von den Solomonen hatte ich vor 15 Jahren geträumt – war einfach nur ein Bild mit einer Geschichte. Ich bin hier das Bild zu finden und die Geschichte in meinem Buch zu erzählen.

Betrachte ich die Werbeplakate von den Solomonen und vergleiche sie mit der Realität – hier in Honiara, der Haupstadt der Solomonen, fällt mir doch der krasse Unterschied auf. Da hilft auch kein Photoshop oder Instagram – kein Strand, keine Idylle. Das hier ist eher etwas für erfahrene Traveller oder Eco-Touristen. Mein Flugzeug wird gerade vorgeheizt. Die Propellermaschine bringt mich in den Nordwesten des Staates. Vielleicht passt das Plakat ja dort – wieder mal Inselhop(p)ing. Wenn es nicht passt, dann gehe ich halt unter Wasser, denn es gibt kaum ein Land mit so vielen Wracks aus dem letzten Krieg wie hier. Evtl. liegt mein Erlebnis von damals inzwischen auf dem Grund des Meeres.

  
Ich laß mich mal überraschen… Jedenfalls bin ich dem australischen Winter entflohen. Temperaturen um 15-20 Grad sind schon kühl für ein Land das sonst 30 und mehr Grad gewohnt ist. Brisbane – ein schönes Städtchen – nach den Solomonen werde ich für kurze Zeit dorthin zurückkehren. Anlauf nehmen für Südamerika…

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