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Allgemein, Europa, Malta

Malta!

Seit zwei Wochen bin ich hier in/auf Malta. Malta ist – wie soll ich sagen – einfach Malta eben. Diese fünf geschichtsträchtigen Inseln sind  unvergleichbar. Vielleicht weil dieser Staat von so vielen europäischen und orientalischen Ländern eingenommen und besetzt wurde. Unverkennbar ist auch die Handschrift des Malteserordens hier in Malta.

Januar und Februar herrscht Winter auf den Inseln. 15 Grad Celsius, manchmal Regen und teils scharfer Wind kennzeichnen die kalte Jahreszeit hier. Allenthalben ziemlich erträglich wie ich meine – ich genieße es. Die mehr als 5000 Jahre alten Tempel, die Festungen – ach, da läuft einer wie ich schon recht unbedarft durch die teilweise älteste Geschichte Europas. Viele Museen wurden in den 80er Jahren angelegt – … und bisher nicht auf den neusten Stand der Medientchnik gebracht. Da hängts, bzw. ist da „Platz nach oben“.

Der Tourismus ist allgegenwärtig, aber dennoch nicht überlebenswichtig wie in anderen Ländern. Die Wirtschaft an sich funktinioniert – auch ohne die vielen Marco Polos.

Im Moment ist der Verkehr mehr auf Stop and Go. Malta hat die Ratpräsidentschaft der EU inne – da sind alle Obrigen ein bisserl drüber … die nächsten Monate. Das tut der freundlichen, stolzen Gesinnung der Insulaner aber keinen Abbruch. Hier ein flüchtiges Lächeln, dort eine einladende Geste. Hier kann man sich willkommen fühlen.

Am Montag geht’s nach Gozo – eine der Inseln im Norden Maltas. Weniger Menschen auf mehr Raum. Malta hat, meine ich, die fünftgrößte Bevölkerungsdichte der Welt. In den Küstenstädten ist das merklich – im Hinterland geht’s eher gemütlich zu.

Also wer noch ein Urlaubsziel für den Frühsommer braucht – Malta. Noch nicht zu heiß und entspannt. Tolle Strände. Schöne Umgebung. Die Flugpreise sind mehr als ok hier her. Bei der Unterkunft lohnt sich die Suche – in den Ballungszentren ist es nicht ganz so günstig. Da lohnt es sich „außerhalb“/“Inlands“ zu wohnen und dann mit dem gut ausgebauten Busnetz die Inseln zu erkunden. Mietwagen, hm, naja – muß man glaube ich nicht haben. Der Bus tuts auch.

Gozo – ich werde berichten!

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Allgemein, Thailand

Thailand by train…

0:36 Uhr … ich warte auf meinen Nachtzug von Bangkok nach Chiangmai. Ürsprüngliche Abfahrtszeit war 22:00 Uhr. Ich komme mir schon vor wie in Deutschland. Auf mein Nachfragen warum der Zug Verspätung hätte, meinte der Wachhabende gelangweilt und nicht ohne von seinem Handy-Video-Spiel aufzusehen: Delay, Delay. Ok, ich weiß das der Zug Delay hat – aber was ist der Grund? Er meinte der Grund – wäre – Delay. Also für mich zum Mitmeißeln … der Grund für die Verspätung ist die Verspätung an sich … Göttliches Chaos … Buddhismus.

Um 1.30 Uhr fährt der Zug schließlich ein und ein übermüdeter Tross Menschen findet anstatt Betten unvorbereitete Abteile. Gegen 2.30 Uhr liege ich – fast – denn mit 1,90m hat man in Asien schlechte Karten was öffentliche Verkehrsmittel angeht. Zudem lag ich in einem schulterbreiten, oberen Bett… die unteren waren schon vergeben.

Nach einer gefühlten Stunde Schlaf in dieser Nacht, verbrachte ich den Morgen mit Zugbekanntschaften im Speisewagen. Wir tauschten Reisegeschichten, beschrieben unsere Abenteuer und harrten der Dinge die evtl. noch passieren mögen. Wir erreichten Chiang Mai ohne weitere Unterbrechung mit 4 Stunden Verspätung.

Chiang Mai ist eine herrliche Stadt. Nach der Hektik Bangkoks oder dem Trubel Südthailands finde ich hier Entspannung. Die „Old Town“ ist durch die vielen Tempel, kleinen Gassen und versteckten Cafés eine Oase. Mein Hostel liegt ruhig in einer Seitengasse, aber dennoch zentral. Ich genieße die täglichen Gänge zu den Tempeln, lese im kühlen Schatten lang getragene Bücher – freue mich über Zufälle… da traf ich doch mitten in Chiang Mai einen alten Freund – einfach so – nichtsahnend! Das war ein Hallo! Unglaublich! Wir waren uns einig, das unser Treffen seltener als ein Lottogewinn ist – hätten aber auch beide das Geld genommen.

Die ruhigen Tage vergingen wie im Flug. Den Rucksack packen stand an, denn es ging zum Nachtzug zurück nach Bangkok. Abfahrt 15.30 Uhr – und siehe da – der Zug steht bereit. Entsprechend mit Lebensmitteln ausgerüstet steige ich doch verwundert ein. Die Fahrt zieht sich abwechslungsreich durch die Berge Thailands, vorbei an Reisfeldern und winkenden Menschen. Nach dem Abendessen und einer mitreißenden Lektüre von Robert Seethaler „Ein ganzes Leben“ finde ich wider Erwarten Schlaf – bis 6.30 Uhr. Der Zug sollte allerdings 5.15 Uhr in Bangkog ankommen… irgendetwas stimmt nicht. Der Zug steht seit zwei Stunden und kommt nicht weiter – ein Laster stieß auf den Schienen mit einem Zug zusammen. Eilig wird ein Wagen für die Passagiere mit Flugterminen als Ersatzverkehr besorgt – gegen Aufpreis… 

Es ist 7.50 Uhr. Für 30 min. fuhr der Zug – wir stehen wieder – kurz vor der Unfallstelle. Ich bin recht froh, das mein Flug erst um 23.50 geht. Könnte klappen… wir fahren mal wieder ein Stück. 

Ach ja, mein Flug! Nächstes Ziel ist Malta. Malta? Ja, Malta – ich werde berichten.

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Allgemein, Thailand

Ciao Koh Tao!

Ok, mein Reisepass hat Grünschimmel angesetzt – ebenso mein Rucksack und meine Schuhe.

Bevor meine Habe als schützenswerte Biosphäre ausgewiesen wird, ist es Zeit zu gehen. Die Regenzeit mag nicht enden und trotz AC bleiben die Sachen klamm, riechen nach nasser Hund bzw. weiß man nicht mehr was eigentlich gewaschen war. Gesagt, getan. Flug nach Bangkok gebucht, Hostel reserviert. Abschiednehmen.

Flughafen Surat Thani – wieder nasser Hund. Kein Wunder, denn hier am Festland haben die Stürme der letzten Zeit noch mehr zugeschlagen als auf den Inseln. Eingestürzte Brücken, weggeschwemmte Straßen und Häuser. Bus- und Bahnverbindungen sind unterbrochen. Fliegen ist einzige Weg nach Bangkok – und alle wollen das gerade…

Koh Tao wurde auch schwer in Mitleidenschaft gezogen. Straßensperrungen, Stromausfall, usw. mein Vermieter hat dann doch erwogen rund um sein neu gebautes Haus nachträglich eine Drainage vorzusehen – fand ich ziemlich clever. Könnte man doch vermuten das es auf einer tropischen Insel hin und wieder mal regnet. Die abgesoffenen Wohnungen im Erdgeschoß kann er auf weiteres nicht mehr vermieten. Etwas kurzsichtig…

Da könnte man sich in dem Thema Kurzsichtigkeit festbeißen, aber ich glaube ich habe mich darüber letztes Mal schon ergossen… es geht halt immer ums Geld. 

Ein paar Tage werde ich in Nordthailand verbringen, bis ich Ende Januar westlich verreise – wohin? Verrate ich beim nächsten Mal!

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Thailand

Thailand – Täcksi, Täcksiii!

Fast gleichsam zwitschern die Vögel mit den Taxischleppern – Täcksiiii! Wie oft bin ich schon an dieser Kreuzung vorbeigekommen? Wie oft habe ich den Schleppern schon erzählt das ich hier wohne – keine Chance!

Darin mag man das Lebensmotto der Menschen hier auf der tropischen Trauminsel Koh Tao erkennen. Heute ist heute und morgen ist vielleicht morgen – vielleicht… 

Diese Insel ist wirklich ein Traum. Seit 3 Wochen bin ich wieder hier. Tauchen, Essen, Feiern, … Sie hat alles was ein Bilderbuchort braucht. Wunderschöne Strände, schöne Aussichten, ein gutes Klima. Es gibt nur 1 1/2 Sachen die hier nicht hingehören:     Touristen

Touristen und falsch interpretierter Buddhismus sind wohl die Hauptgründe für das langsame Untergehen dieser Insel – im Müll. Wir alle kennen Teufelskreislauf des Tourismus – da muß ich nichts hinzufügen. Religion… na ja – es ist halt nicht alles eins – Müll ist nicht eins mit dem Wald in dem er liegt und das Grundwasser verseucht.


Die Frage woher diese Mengen an Müll kommen brauche ich nicht wirklich stellen… Beim Erkunden verschiedener Gelände traf ich eine „Müllarbeiterin“ die ursprünglich aus dem Nordosten Thailands kommt. Ihr Geschäft sind Kartonagen. Pro Kilogramm Karton bekommt sie 4 Baht – 10 Cent. Zieht sie die Ausgaben für Transport und Lagerung ab, dann bleibt ihr 1 Cent – davon kann sie mehr schlecht als recht leben, jedoch immer noch besser als im Norden, sagt sie. So geht es vielen hier. Ich frage sie was sie tun würde wenn sie die Regierung wäre – ihre Antworten kommen schnell und direkt: 1. Das Müllproblem lösen 2. Straßen bauen 3. Elektrische Versorgung und Zu/Abwasser regeln – einfach die basics. Ich erkläre ihr das Prinzip einer Müllverbrennungsanlage und sie bekommt große Augen – genau das brauchen wir hier, meint sie. Damit wäre das Müllproblem und das der elektrischen Versorgung angegangen. Nur wäre sie dann „arbeitslos“ – nicht ganz meine ich. Jemand muß sich ja vorher um den Müll kümmern. Das wiederum wären bezahlte Arbeitsplätze.

Wie wird Strom auf Koh Tao produziert? Mit Dieselgeneratoren – yep, richtig gelesen – und falls die ausfallen? – Notstromaggregate… Man mag’s nicht glauben.

Um’s auf den Punkt zu bringen… an der Gesamtsituation verdienen alle mit die auf der Insel etwas zu sagen haben. Es geht um Geld. Verdienst am Sprit für die Generatoren, Verdienst am Müll, Verdienst am … die Liste ist endlos. Warum also etwas ändern? Meine Müllfachfrau meinte – 10 Jahre noch, dann wird die Situation kollabieren. Da komme ich wieder zur Religion… warum an die Zukunft denken, wenn ich heute Geld in der Tasche habe? Damit ist die Zeitlosigkeit des Buddhismus falsch ausgelegt bzw. ausgelebt. Ich möchte an dieser Stelle nicht verallgemeinern – die Mehrheit der Buddhisten leben ihre Lebensansicht wahrhaftig. Es ist halt wie überall – Extreme und schwarze Schafe…

Was kann ich tun? Ich greife zur Wasserflasche – Nestle. Ich mache mir ein Sandwich – Nestle. Großkonzerne haben sich auf dieser Insel schon mehr als breit gemacht – traurig. Ich denke dran in die Bar zu gehen und ein Bierchen zu trinken – ich weiß wo die Flasche landen wird – ich war heute dort. Bin etwas ratlos. Ich hatte schon den verwegenen Gedanken eine Müllverbrennungsanlage durchzukakulieren und selbst wenn es funktionieren würde – es braucht halt auch die Menschen, die ein solches System nachhaltig unterstützen. Das sehe ich hier nicht – leider.

Was ich sehe ist eine Villa auf dem Berg, die auf all das herunterschaut – und langsam die Jalousie runterläßt.

Koh Tao ist wirklich eine schöne Insel und ich möchte sie und den Tourismus auch nicht „schlecht“ reden – dennoch darf man als Tourist die Augen nicht verschließen oder wegsehen. Ich nehme mich aus dem Ganzen nicht raus – ich mache ja mit – ich frage mich nur wie lange noch…

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Asia, Thailand

Three nights in Bangkok

Der Pilot ließ sich seine letzte Durchsage auf der Zunge zergehen… 34 Grad und recht schwül – wusste er doch das die meisten Insassen der Boing 737, gerade aus dem kühlen, windigen Neuseeland kommen. Wahrscheinlich unterstelle ich ihm gerade einen zynischen Unterton… denn sobald ich aus dieser Klimakammer rauskomme begegnen mir 20 Grad Temperaturunterschied und hohe Luftfeuchtigkeit. Ich schwitze jetzt schon.

Jetzt hier in den Straßen Bangkoks ist es heiß aber nicht so stickig wie ich befürchtete. Es herrscht eine gute Stimmung. Der Trauermonat für den kürzlich verstorbenen König ist vorbei – nun folgen 11 Monate der tiefen Anteilnahme.

Bunt, laut, Trubel – Bangkok wie immer – und immer ein Stückchen mehr. Was ist die Steigerung von Tourismus?

Ich werde Bangkok morgen in Richtung Süden verlassen. Koh Tao – und ab geht der Fisch – bzw. ab geht’s zu den Fischen.

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Neuseeland

Neuseeland – off to go…

02:51 Uhr Flughafen Auckland – ich warte auf meinen check in.

7 Wochen – 7942,7 Km im Auto – 400 irgendwas Km auf den Füßen – 52 Sandfliegenbisse an den Füßen (die Arme und den Rest zähle ich mal nicht…) – 1 gebrochene Angel, als ich ausnahmsweise nicht mich, sondern einen Baum gefangen hatte (Fische waren auch dabei) – Erlebnisse, Gespräche, Bilder, Bilder und Bilder.

Dieses Land kann man, oder mag man gar nicht in Bildern festhalten, denn das würde diesem unglaublichen Stück Erde nicht gerecht – ich habs dennoch versucht. Noch besser ist es: Herkommen – selber erFahren. Der meiner Meinung nach beste Weg an diesem Land teilzuhaben ist ein Campervan – selfcontained. Selfcontained ist das Schlagwort für „freedom Camping“. Wer diese Prüfung und den Aufkleber an seinem Vampervan, der kann an vielen (tollen) Stellen oft für Umme campieren. Die mit ohne Aufkleber :o) zahlen für wildes campen ab 200 Dollar aufwärts. Also Augen auf bei der Wagensuche – lohnt sich. Im einfachen Camper oder PKW kann der Budgettraveller auch im Busch parken sobald ein Toilettenhäuschen vorhanden ist – zumindest drücken die Ranger dann ein Auge zu. Macht auch Sinn – wer keine Toilette an Bord hat, der muß ja irgendwie, irgendwo, irgendwann mal. Bei den Menschenmassen die hier durchkommen gäbe das ne schöne Schweinerei. Muß nicht sein – einfach respektieren – Natur erhalten. Mit dem Fahrrad geht natürlich auch… mein Gott bin ich manchmal im Sitz versunken wenn die Radler gegen Wind und Wetter kämpften – Hut ab – und noch abber!

03:58 Uhr Flughafen Auckland – check in war bene.

Noch mal kurz zum campen. Am Besten mit camper apps unterwegs sein – z.B. Wiki Camps oder CamperMate – dort gibt’s Tipps und Tricks rund ums kostengünstige/freie campen.

Nordinsel versus Südinsel … Hm, nicht einfach! Kann ich gar nicht miteinander vergleichen, weil die Fleckchen ziemlich unterschiedlich sind. Kurz gesagt – die Nordinsel ist „feiner“ in der Landschaft, europäisierter (gibts das Adjektiv?), enger. Die Südinsel eher grob in ihren Zügen mit dem entsprechenden Charme der Weite. Ich mag beides. Die Menschen sind auf beiden Inseln sehr relaxt, außer vlt. in Auckland oder den anderen Ballungszentren.

Mein Favorit? Welli – Wellington – wenn es nicht Hackstöcke regnet oder der Wind dir in Orkanstärke deinen Kaffee wegweht. Wellington im Sonnenschein – ein Traum. Fiordlandnationalpark – a must see. Dunedin, die schottische Stadt. Wenn ich jetzt anfange aufzuzählen, dann höre ich nicht mehr auf. Mal so gesagt – was in den Reiseführern drin steht – stimmt. Einfach machen! Und das solange ihr noch saftig seid – denn Neuseeland will erkundet sein – das verlangt einem schon was ab.

Die beste Reisezeit? Wenn ihr nicht im Massentourismus untergehen wollt, alles vorher reservieren, festlegen, usw., dann schlage ich den Frühling vor. Oktober bis Weihnachten. Ab Weihnachten ist alles was sich bewegen kann unterwegs – da beginnen die Sommerferien. Weitere Vorteile des Frühlings: es riecht wunderbar – das meiste blüht und ist grün – im Sommer sind viele Landstriche nur noch braun; niedrigere Preise wegen der off season, entspannt die Sehenswürdigkeiten genießen, undsoweiter. Nachteile? Es kann ganz schön kalt werden… und regnen… und auch beides…

Sobald ich wieder ein funktionierendes W-LAN habe gibt’s Bilder in der Galerie. Schon erstaunlich… da hat es gute, heiße Duschen mitten im Nirgendwo – aber W-LAN in den Städten…

04:27 Uhr Flughafen Auckland – es geht langsam Richtung Gate 

Wohin? Bangkok  :o)  Ich werde berichten…

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Neuseeland

Neuseeland zu Fuß

Zu Fuß…, au ja – den Kilometern sind hier keine Grenzen gesetzt – es ist eher das Wetter das einen in die Schranken weißt. Wetter oder ausgebuchte Hütten auf den Great Walks. Great Walks sind die Wanderungen in Neuseeland die wahrhaftig großartig sind wie z.B. Abel Tasman Coast Track oder Milford Track, Kepler Track usw. Der Milford Track war vor 3 Wochen schon für das ganze Jahr ausgebucht… Soll heißen: die Zelt- und Hüttenplätze sind begrenzt und nur im Voraus buchbar. Das heißt planen! Hat man die Plätze in den Hütten ergattert, dann kann es sein das das Wetter nicht mitspielt. Natur halt. Eine andere Sache bei den Great Walks ist das Parken… Da diese Wanderungen meist one-way Wanderungen sind und keine loops muß man den Transport mit organisieren. Beispiel sei der Heaphy Track: Hinkommen ist kein Problem. Nach Collingwood fahren und dann Richtung Trackbeginn fahren (ausgeschildert). Zurück sollte man besser fliegen(!), denn ohne Auto kommt man nicht mehr zum Ausgangspunkt. Der Flug kostet 170$. 

Es gibt aber außerhalb der Great Walks so gute, viele Eintages- und Mehrtageswanderungen – fantastisch! Informationen bekommt man immer im Visitorcenter/DOC des jeweiligen Nationalparks oder komplett online beim DOC. Die neuseeländische Regierung hat in den letzten Jahren Millionen in Beschilderung, Kartographie und Infozentren investiert und ich meine das merkt man – all easy – no worries. (DOC – Department of Conservation http://www.doc.govt.nz)

Wie schon geschrieben – alles ist organisiert – Wetterbericht stimmt – los geht’s! Und dann ändert sich das Wetter! Vor allem schnell. Wo war der Wetterbericht? Es geht hier sehr(!) schnell. Auf dem Tongariro Crossing hatte ich eine Windgeschwindigkeit von 60Km/h und Regen – 6 Stunden lang. Das bedeutet horizontalen Regen. Es ist als läuft jemand 6 Stunden mit dem Dampfstrahler neben die her und versucht dich vom Berg zu fegen – bei 6 Grad – mit Chillfaktor war ich dann bei 0 Grad. Meine wasserfeste 3-Lagen Goretex war nach 1 Stunde durch – wie auch alles andere wasserfest Eingepackte. Durch bis auf die Haut. Seit dem habe ich auf allen Tracks ein besonderes Auge auf Wetter und Ausrüstung und gehe bei unsicherem Wetter lieber ins Museum oder lese… 

Also meine Tips für die Walks: gute Ausrüstung, den Bedingungen entsprechende Ausrüstung, wissen wie man mit dieser Ausrüstung umgeht, Wettervorhersagen vom DOC ernst nehmen, Locals fragen, sich mit anderen zusammentun, eine gute Selbsteinschätzung an den Tag legen, immer genug Proviant dabei haben, … 

… an dem Tag als ich den Tongariro Crossing gemacht habe gingen 3 Schüler verloren. Es war kaum Sichtweite – sie haben sich wahrscheinlich verirrt. Ohne Proviant bei abendlichen Temperaturen unter Null Grad – komplett durchnässt. Ich war zurück am Auto und sah die Bergrettung und Polizei in die kommende Dunkelheit aufbrechen. Die Tour ist nur 19,4 Km lang, man hat, je nach Startpunkt, 750 Höhenmeter zu bestreiten. Bei schönem Wetter ein Traum – bei Sichtweite unter 5 m ein mögliches Disaster.

Wandern hier ist ein Traum, vor allem weil die Landschaft auf so kleinem Raum so unterschiedlich sein kann. Von Coast Tracks am Strand über Hochgebirgszüge in Eis und Schnee. Dazwischen zur Entspannung 2-3 Stunden eine Schlucht hoch spazieren – alles drin. 

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