USA

The big banana – Manhattan

Central Park 16:46 – mitten in Manhattan und doch ab vom Schuß. Dieser Park fühlt gut an – ruhig.

Seit dem letzten Post habe ich New York City erkundet, war baff in Washington D.C. und heimisch in Philadelphia. Doch der Reihe nach…

Der erste Schritt aus dem Hostel in NYC  fühlte sich gewohnt an – die Umgebung vertraut – spontan heimisch. Ich glaube NYC mag man oder nicht. Die Stadt die niemals schläft – yep, kann ich bezeugen. Wie in New Orléans ist hier ein Puls der vibriert, doch statt eines groovigen ist der Appletakt ein hektischer, strenger. Bist du im Rhythmus, dann bist du Freund – wehe wenn nicht… dann perlst du ab und verdampfst in den schwülen Straßen der wohl machthungrigsten Stadt dieser Welt. „Sie“ will dich ganz und vor allem dein Geld.

Hier ist jeder ein Ausländer – erinnert mich an Berlin. Solche Städte nehmen einen Sonderstatus ein.  Jeder würde über eine 120 Kg schwere Frau im Minirock lachen – hier nicht… Hier werden alle Sprachen gesprochen und das manchmal gleichzeitig, aber alle verstehen sich.

Als guter Tourist habe ich natürlich die üblichen Touren, Museen, Gebäude, Plätze, usw. besucht. Habe alles brav bezahlt – es ist wahrhaftig erstaunlich für was man alles bezahlen muß… selbst für einen der traurigsten Plätze den ich bisher gesehen habe – das 9/11 Memorial Museum – solche Museen werden nicht vom Staat gefördert. Das macht diesen Platz noch trauriger… und erzählt erschreckend eindeutig wie es um die USA steht.

Das Geld fließt in eine andere Stadt – Washington D.C. – und von hier aus gelangt es nicht dort hin wo es wirklich gebraucht wird. Selten habe ich so viele römische und griechische Fake-Bauten gesehen wie dort – ich war kopfschüttelnd baff. Man meint selbst Abe Lincoln kann das nicht fassen, sieht man ihn von seinem Memorial über die Stadt blicken. Das Smithonian Institute hat inzwischen 19 Museen errichtet die jeder umsonst besuchen kann – das ist wahrhaftig einmalig. Diese Stiftung bringt jedem die Realität zum Anfassen und Ausprobieren näher – … und legt sie somit fest. Eine Stadt die bei einer USA- Reise nicht fehlen sollte.

Ganz anders ist Philadelphia. Mein spontaner Eindruck war – „Wahrhaftigkeit“. Hier wurde richtig Geschichte geschrieben – ungeschminkt, kräftig, mit festem Willen. Und so präsentiert sich die Stadt heute noch. Da ist Dreck, da ist Schönes, Krankes, Revolution, Frieden, Romantik … und Stolz. „Philly“ ist nicht heimelig. Philly ist eher „ein am Lagerfeuer sitzen“ und alte Geschichten erzählen – … bei Nieselregen. Genau das macht die Stadt authentisch. Vielleicht weil man ein Teil der Geschichte und „dabei“ sein will, dazugehören möchte. In diesen Momenten öffnet sich die Tür einer der vielen dunklen, urigen Kneipen und lädt dich auf ein Bier ein… love it!

Back to NYC. Back zum Central Park. Hier habe ich „Emma“, eine Jugendfreundin nach 25 Jahren wiedergetroffen. Das war herrlich – zudem in einer solchen Umgebung! Toll! 

17:42 Uhr, Polizeisirenen, Militärhubschrauber – es geht rund… Ich schlage mich nach Downtown durch und werde die Szenerie von einem Diner aus beobachten – das mag ich am liebsten. Dieser Trubel, diese künstliche Hektik – Charlie Chaplin im Räderwerk der Maschine – am Anschlag…

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Jazzzzzzz!

New Orleans – Nola – was für eine Stadt!

Da kommst du unbedarft von wo auch immer her und kaum eine Stunde später bist ihr verfallen. Der Jazz, das French Quarter, das Essen, die Menschen. Nola umgibt dich, hüllt dich ein – lullt dich ein – …  von der angenehmen Seite.

Musik ist quasi überall, Kinder tanzen und machen Musik während sie auf ihre Bur-Gahs (Burger) oder Gumbos warten. Wer als Vegetarier aus Versehen oder aus der Not heraus einmal einen Bur-Gah mit smoked Beef gegessen hat – befindet sich ab sofort in der Gewissens-Hölle für Vegetarier.

Musik ist hier scheinbar genetisch bedingt und Nola zeigt jedem Besucher – „auch du mein Bruder!“. Wer sich darauf einläßt wird früher oder später mit den Hüften wackeln bis die vibes den ganzen Körper einfach „übernehmen“. Hier ist Jazzfestival in den Kneipen – immer – jeden Tag.

Wer mit Musik nichts anfangen kann, hat genügend Möglichkeiten eine aufkommende lange Weile auf später zu vertrösten.

Auf Platz 11 in der Welt z.B. steht das World War II Museum – eine geballte audiovisuelle Flut von Information und Impression für die ein interessierter Mensch gut einen ganzen Tag braucht. Ein konzeptionell hervorragender Meilenstein wenn es um die Verarbeitung des Zweiten Weltkrieges geht. Genauso wie im Museum der Südstaaten ist die Geschichte „amerikanisch“ aufbereitet. Während, aus gegebenen Anlass, in deutschen Kriegsmuseen eher die Dokumentation im Vordergrund steht, wird hier Geschichte zur Wurzelbildung und Heroisierung benutzt – warum? – weil sie es können… und vielleicht brauchen (?)

Flußfahrten, Friedhofsbesuche, Südstaatenflair, u.v.m – Nola ist ein guter Startpunkt sich auf die Südstaaten einzustimmen.

Schaue ich aus dem Fenster, dann sehe ich Wolken – von oben…

Ich bin auf dem Weg nach New York

HerzLicht!

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