USA

Jazzzzzzz!

New Orleans – Nola – was für eine Stadt!

Da kommst du unbedarft von wo auch immer her und kaum eine Stunde später bist ihr verfallen. Der Jazz, das French Quarter, das Essen, die Menschen. Nola umgibt dich, hüllt dich ein – lullt dich ein – …  von der angenehmen Seite.

Musik ist quasi überall, Kinder tanzen und machen Musik während sie auf ihre Bur-Gahs (Burger) oder Gumbos warten. Wer als Vegetarier aus Versehen oder aus der Not heraus einmal einen Bur-Gah mit smoked Beef gegessen hat – befindet sich ab sofort in der Gewissens-Hölle für Vegetarier.

Musik ist hier scheinbar genetisch bedingt und Nola zeigt jedem Besucher – „auch du mein Bruder!“. Wer sich darauf einläßt wird früher oder später mit den Hüften wackeln bis die vibes den ganzen Körper einfach „übernehmen“. Hier ist Jazzfestival in den Kneipen – immer – jeden Tag.

Wer mit Musik nichts anfangen kann, hat genügend Möglichkeiten eine aufkommende lange Weile auf später zu vertrösten.

Auf Platz 11 in der Welt z.B. steht das World War II Museum – eine geballte audiovisuelle Flut von Information und Impression für die ein interessierter Mensch gut einen ganzen Tag braucht. Ein konzeptionell hervorragender Meilenstein wenn es um die Verarbeitung des Zweiten Weltkrieges geht. Genauso wie im Museum der Südstaaten ist die Geschichte „amerikanisch“ aufbereitet. Während, aus gegebenen Anlass, in deutschen Kriegsmuseen eher die Dokumentation im Vordergrund steht, wird hier Geschichte zur Wurzelbildung und Heroisierung benutzt – warum? – weil sie es können… und vielleicht brauchen (?)

Flußfahrten, Friedhofsbesuche, Südstaatenflair, u.v.m – Nola ist ein guter Startpunkt sich auf die Südstaaten einzustimmen.

Schaue ich aus dem Fenster, dann sehe ich Wolken – von oben…

Ich bin auf dem Weg nach New York

HerzLicht!

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Australien

Gate 81

Boarding 10.05 to L.A.

Yep! Ich fliege direkt in die U.S. – nehme Peru beim nächsten Mal mit … Von L.A. geht’s direkt weiter nach New Orleans. Sounds and vibes der Südstaaten – ich komme!

Ich denke es gibt nochmal einen Rückblick für Australien – später. Ich nehme mal Abschied von OZ.

Herzhaft!

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Solomon Islands

Mission possible!

Wir träumen jede Nacht – manche auch tagsüber… Manchmal erinnern wir uns, doch die meisten Geschichten fallen hinten runter. Vor 15 Jahren hatte ich einen Traum von fünf verschiedenen Orten. Nichts Außergewöhnliches sollte man meinen – doch dieser Traum hatte etwas von einer Vision.

Ich folgte diesen Bildern – und fand sie.

Das Letzte hier auf den Solomon Islands. Ein Ort Names Munda. Ich stehe am Ufer, schaue in den Horizont und weiß – das ist das Bild. Es erfüllt mich – ich sauge den Moment auf – etwas fällt ab von mir – Stille. Tut sich jetzt der Untergrund auf? Hagelt und blitzt es? Tritt etwas in Erscheinung? Nein – es bleibt einfach nur still. „Etwas“ endet. „Etwas“ verläßt mich.

Führte mich doch diese Vision seit damals um die halbe Welt, auf verschiedenste Kontinente, Länder, Städte und Bushcamps. Ich könnte jetzt auch einfach wieder nach Deutschland fliegen – bin „fertig“. 

Mein ursprünglicher Gedanke mich um die Welt zu arbeiten hat nicht gefruchtet – jetzt weiß ich warum – es ging um etwas anderes. Mich finden lassen. Orte besuchen, die mir helfen mich zu erkennen, Abschied zu nehmen von Gewohnheiten und Gewöhnlichem. Erkennen was be“Enden“ wirklich bedeutet und darüber zu schreiben. Was für ein Geschenk!

Immer wieder auf dieser Reise habe ich das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse im Kopf. Immer wieder wird die Luft scheinbar silbern wenn ich R. M. Rilke höre – dann stolpern selbst die Moskitos über meine Gänsehaut und lassen mich in Ruhe.

In 20 Minuten verlasse ich Honiara in Richtung Brisbane. Ade Solomons!

  
Herzhafte Grüße!

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Solomon Islands

Solomon Islands

Kennt die jemand? Die Solomonen liegen zwischen Papua-Neuguinea und dem Süd Pazifik. Dieser Inselstaat umfasst ca. 900 Inseln – bewohnte und unbewohnte – und spielte im II. WK eine entscheidende Rolle für die Niederlage der Japaner im Pazifik.

Warum sitze ich hier in dem Flughafensaal von Honiara? Hm, von den Solomonen hatte ich vor 15 Jahren geträumt – war einfach nur ein Bild mit einer Geschichte. Ich bin hier das Bild zu finden und die Geschichte in meinem Buch zu erzählen.

Betrachte ich die Werbeplakate von den Solomonen und vergleiche sie mit der Realität – hier in Honiara, der Haupstadt der Solomonen, fällt mir doch der krasse Unterschied auf. Da hilft auch kein Photoshop oder Instagram – kein Strand, keine Idylle. Das hier ist eher etwas für erfahrene Traveller oder Eco-Touristen. Mein Flugzeug wird gerade vorgeheizt. Die Propellermaschine bringt mich in den Nordwesten des Staates. Vielleicht passt das Plakat ja dort – wieder mal Inselhop(p)ing. Wenn es nicht passt, dann gehe ich halt unter Wasser, denn es gibt kaum ein Land mit so vielen Wracks aus dem letzten Krieg wie hier. Evtl. liegt mein Erlebnis von damals inzwischen auf dem Grund des Meeres.

  
Ich laß mich mal überraschen… Jedenfalls bin ich dem australischen Winter entflohen. Temperaturen um 15-20 Grad sind schon kühl für ein Land das sonst 30 und mehr Grad gewohnt ist. Brisbane – ein schönes Städtchen – nach den Solomonen werde ich für kurze Zeit dorthin zurückkehren. Anlauf nehmen für Südamerika…

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Australien

DownUnder

… DownUnder, Outback, Regenwald, Wüste, Gravel Road, Offroad, Städte, Wasserfälle, Creeks, Stille, Weite, Meer … und jede Menge Sand. 10.000 Km im 4WD durch dick und dünn.
Brisbane. Ich sitze im Hostel – vor mir läuft eine japanische Fernsehsendung der Art „Bauer sucht Frau“ und mir die Nase. Nach den 6 Wochen BuschCamp bin ich Teppiche und geschlossene Räume nicht mehr gewohnt. Außerdem ist gerade Winter in Australien – da werden die Temperaturen empfindlich kühler als gewohnt. Erkältung ist angesagt. Die beiden Japaner, die Belgierin, den Finnen und andere hast erwischt – wird wieder…
Australien – bin dabei das Auto zu verkaufen. In 3 Wochen muß ich entweder einen VisaRun machen oder das nächste Ziel ansteuern – Solomon Islands.
Australien – was kann ich darüber sagen? Ich habe einen meiner Träume gelebt.
Australien – würde ich da Leben wollen? Die vielen Gespräche die ich geführt habe waren sehr ernüchternd. Australien sei nicht das OZ wie vor 10 Jahren. Steigende Steuern, die Politik, steigende Arbeitslosigkeit, fehlende Fachkräfte und viele Faktoren mehr ergeben in mir ein Bild eines Landes das sich selbst und seinem Anspruch nicht mehr hinterherkommt. So perfekt das alles aussehen mag – es bröselt.
Allein der Fakt das Backpacker (Rucksackreisende) den Großteil des Erntens und Verpackens stemmen – ohne diese günstigen Arbeitskräfte ist der Obst und Gemüsehandel nicht finanzierbar. Ganz zu Schweigen von den tausenden Freiwilligen, die für Brot und Bett arbeiten. Auf der anderen Seite ist es für ältere Reisende, wie mich, heute fast unmöglich einen Job für Cash zu bekommen. Zeiten ändern sich – dieses Land auch.
Die Annehmlichkeiten Australiens, sei es Trinkwasser und eine Dusche im Bushcamp zu finden, Toiletten wo man sie braucht oder einfach gesagt den Luxus eines visionären Landes, kosten Geld – und Menschen die es zu schätzen wissen, bzw. pflegen … und zahlen. Es braucht zudem Menschen die den Gesetzen einer solchen Gesellschaft folgen. Australien hat viele Gesetze – zu viele. Ich hatte immer gedacht das Deutschland hätte ne Menge … weit gefehlt. Ich hatte immer gedacht wir wären blindlings gesetzestreu … noch weiter gefehlt. Diese Ambivalenz und Dissoziation könnte ungut ausgehen…
Zusammenfassend kann ich sagen das Australien ein Land der Gegensätze ist – im Äußeren wie im Inneren – der Reise wahrhaftig wert! Mehrfach :o)
Trotzdem bin jetzt ich an dem Punkt angelangt nicht mehr 3,80$ für eine Avocado zahlen zu wollen, bzw. diesen Preiswahnsinn zu unterstützen. Diese teilweise fiktiv hohen Preise … das ist sinnfrei.
Die Bildergalerie ist gefüllt – habt Spaß!

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Australien

Fraser Island, Australien

Vor mir taucht der aufgehende Mond das Meer in goldgelb. Über mir die Milchstraße. Von Horizont zu Horizont erhellt ein Sternenmeer mein Camp am Strand von Fraser Island. Ich, mein Auto, ein paar Dingos – sonst niemand in Sicht. Das Meer rauscht wie das Blut in meinen Ohren – sonst höre ich nichts. Für Weiteres fehlen mir die Worte. Meine Kamera kann diesen Moment nicht festhalten – vielleicht besser so.
Stehe barfuß am Strand.
Wer bin ich? … das was ich gerade erlebe.

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Australien

Baden mit Schildkröten

… und schön die Badehose anlassen :o) Es ist Nacht, fast Vollmond – jedenfalls gibt es heute ein Festival für ihn – ich bade im Boulder Creek, in the middle of nowhere mit Wasserschildkröten. Ist auf jeden Fall besser als mit Krokodilen. Internet gibt es nicht hier draußen am Rande des Eungella Nat. Parks nicht. Outback von Queensland. Ich schreibe vor, um es später hochzuladen. Den Daintree Nat. Park habe ich schweren Herzens hinter mir gelassen. 2 1/2 Wochen Arbeit für Kost und Logis – gute Sache. Ich habe ein bisschen Einblick in das australische Leben bekommen. Über Mission Beach, den Eungella Nat. Park geht es morgen zum Carnarvon Nat. Park mit seiner 30 Km langen Schlucht. Im Anschluß geht’s wieder an die Küste nach Bundaberg – Arbeiten. In Bundaberg ist gerade Herbst – also Erntezeit – mal sehen was sich da für mich ergibt. Nicht weit von dieser Stadt liegt mein nächster Traum – Fraser Island! Aber das wird ein eigener Artikel.
Um mich herum ist es Nacht und doch wird es immer lebendiger… sobald sich die Dunkelheit über den Regenwald legt beginnt hier das Jagen. Wer jetzt im Gedanken an Spinnen, Schlangen, giftigen Fröschen, anderem Gewürm und sonstigen Jägern erschaudert – sollte mit mir Platz tauschen :o) ich sitze gerade mitten drin. Man gewöhnt sich daran – doch manchmal gibt es neue Geräusche die gar nicht gut klingen … und dann ist es bloß ein Käuzchen im Stimmbruch.
Zeit für ein Bierchen und Sterne gucken – Prost Mond!

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Australien

update…

Ein paar Sachen im Hirn brennen darauf geschrieben zu werden. Wer von euch Raucher ist und Australien in Erwägung zieht der sollte vorher damit aufhören :o) Ich habe heute eine Schachtel JPS 20 St. gesehen – für 33$ – in Worten: dreiunddreißig! Eine Schachtel Kippen! Es kommt noch besser… denn eine Packung Tabak 25 gr. …………..51,00$………… aufwärts …….. der Umrechnungskurs liegt im Moment bei 1,40$ für 1.00€.
Am Besten finde ich die Regelung beim Autokauf. Je nachdem wo das Auto gemeldet ist, also Northern Territory oder Queensland, sind die Gesetze andere. Das bringt so manches Unverständnis und graues Haar in den bunten Alltag der spärlichen Bevölkerung hier. In Westaustralien gibt es sowas wie den TÜV gar nicht – interessiert auch niemanden. Aber es muß eine manuell bedienbare, elektronische Wegfahrsperre eingebaut sein. In Queensland (Ostküste) gibt es einen TÜV, heißt hier roadworthy-certificate, das man aber nur bei einem Fahrzeugkauf vorlegen muß – sonst nicht. Andere Länder, andere Sitten… Also wer sich in Aussie ein Fahrzeug zulegen möchte, der sollte sich eingehend informieren – Unwissenheit kostet hier einfach Dollars. Da ich dieses Prozedere durch habe und mächtig Lehrgeld bezahlte mögen sich Interessierte an mich wenden.
Nur mal so zwischendurch…

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Australien

… es regnet!

Ich liege in meinem Jeep, draußen gießt in Strömen – typisch Regenwald. Wie bitte? Regenwald in Australien? Yep! Ich bin gerade im wahrscheinlich ältesten Urwald der Welt – Daintree National Park – älter als der Amazonas – wird zumindest behauptet. Baumriesen und 10 Meter hohe Zimmerpflanzen gehen hier direkt in Strand über. Gerade noch im Outback gewesen… Seit meinem letzten Artikel sind 6400 Km vergangen bzw. verfahren. Aber halt, alles der Reihe nach.
Von Darwin ging es wie gesagt zum Kakadu Nat. Park und weiter nach Katherine. Mit einem Zwischenstopp in Tennant Creek und einem Anhalter aus Frankreich den ich in Katherine aufgegabelt hatte schlug ich 1200 Km später in Alice Springs auf. Ayers Rock, Kings Canyon, West MacDonnells Ranges, Dirt Roads, Gravel Roads, Off Road Trials – die ganzen Eindrücke muß ich erst mal verdauen… Da hilft’s auf die Bahn zu gehen und eine paar hundert Kilometer zu fahren. Zurück nach Alice Springs – über Tenannt Creek Richtung Osten – Yep! Es geht ans Meer nach Cairns – knappe 2400 Km zum Relaxen. Kurz vor Cairns entschied ich mich doch in den Daintree Nat. Park zu fahren. Gute Entscheidung! Ist aber eine sehr humide Angelegenheit hier… tagsüber 35 Grad – zusammen mit Regen bedeutet das wenig Schlaf. Zu schwül im Auto. So komme ich zum Schreiben – auch gut. Gestern Nacht lag ich noch mit nem kalten Bier in der Hand in den heißen Quellen bei Innot Hot Springs. Heute verteilt sich der Regen so gleichmäßig fein das die Luftfeuchtigkeit quasi auf 100% ansteigt und als Regenwolke in Bodennähe alles durchfeuchtet was irgendwie Wasser speichern kann. Morgen geht es nach Cairns. Ein kurzer Ritt. Ich werde dort ein paar Tage bleiben – mich sortieren, meine Bildergalerie füttern – es gibt ja wieder eine funktionierende Internetverbindung!
Gedanken zu Australien:
Diese unendliche Weite, der hohe Himmel, einfach so dahinrollen, Stille, Zeit zum Denken, Zeit zum Nichtdenken – das entspricht so richtig meinem Inneren. Nachts spannt sich der Sternenhimmel von Horizont zu Horizont – kein Streulicht – Outback. Die Campgrounds sind perfekt ausgestattet. Gasherde, Grills, manchmal gibt’s Duschen, ansonsten habe ich alles dabei – Wasser, Proviant. Ein Traum für Camper. Die wenigen Menschen die ich treffe sind freundlich, hilfsbereit, sparsam an Worten – kein Blabla – das Outback macht still… und weit.
Hatte ich schon die Duschen erwähnt? Anscheinend gibt es ein Grundrecht der Australier auf richtig gute Duschen. Heiß und das mit richtig Wasserdruck. Liest man so die Bewertungen der Campingplätzeo, dann spielen die Duschen eine große Rolle – und – Gasgrills! Wichtig, denn zum Frühstück gibt’s Gebratenes, genauso wie mittags und abends. Bedenkt man was Fleisch hier kostet… Kosten! In dem Punkt haben die Australier nen Knall. Ein Bier im Pub kostet 7-10$. Ein Steak … 28-38$. Ne Pizza 14-18$.
Gut, es wird mehr verdient hier, aber die Relation ist schon abgefahren. Ich könnte einfach so weiter schreiben… So langsaaaam wird’s kühler. Ich mach nen Punkt. Australien schon gut… Bis demnächst!

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Australien

Road trip – es geht los!

Was ist das richtige Auto für einen Road Trip? Siehe Bild – das ist ein Auto!
Danke an Jens, der mir ohne mit der Wimper zu zucken bei der Finanzierung des Wagens geholfen hat – Danke! Das Gefühl in dem 4WD über den Highway zu cruisen… davon hatte ich lange geträumt! Mit 24 Jahren bin ich schon mal mit einem 4WD durch die Wüste gekreuzt – damals in den Staaten. Wie schön dieses Gefühl ist! Im Hintergrund läuft die gleiche Musik von Melissa Etheridge. Die nächsten 2-3 Monate wird der Wagen mein Zuhause sein.

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Alles an Bord für die Reise. Hier und da ein paar Anpassungen… Details.
Von Darwin ging es zum Kakadu National Park. Begleitet von weißen und schwarzen Kakadus bin ich Katherine für die Nachtruhe. Nächstes Ziel ist Alice Springs – knapp 1300 km – Morgen wird ein langer Tag…
Herzhafte Grüße!

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