Wo sitze ich gerade? Am Flughafen – wo sonst :o) – Gate 8 mit Fenster zum Hof. Ich sehe verdörrtes Gras seitlich der Landebahn auf dem eine kleine, zweimotorige Maschine steht. Der Blick kann weit schweifen hier in Myanmar. Ich erlebte wundervolle Szenerien am Horizont – angefangen von einem Sonnenaufgang im Heißluftballon, einer 16h Bootsfahrt, 14h Zugfahrt – und immer der großartige Blick auf das Ende der „Scheibe“ als würde etwas auf einen zukommen, etwas erscheinen. Was da kommt ist Ruhe, Gelassenheit. Unzählige Tempel, Stupas, und und und – Gold. Wenn die Sonne auf die Tempel scheint dann glitzert die Luft. Hier werden Buddhas bis zur Unkenntlichkeit mit Blattgold beklebt während man auf weißem Marmor der Meditation nachgehen kann.
Will jemand Myanmar erleben, dann jetzt! Ich fürchte in 3-4 Jahren fasst der Massentourismus auch hier Fuß. Noch kann man es erleben – das Gefühl von … wie schreibe ich? … Ehrlichkeit. Ja, das passt. Myanmar ist ein ehrliches Land. So geschunden und unterworfen dieses Land auch war – die Menschen – sie schauen dir in die Augen – und lächeln. Wer kann sollte jetzt noch hierher kommen. Ich will gar keine Tipps geben – jeder kann dieses Land für sich entdecken. Ein paar Bilder stelle ich hoch, doch sie verfälschen die Stimmung in die ich eingetaucht bin – hier im Lande Buddhas.
Mein boardingcall – AirAsia FD245 to Bangkok
Fröhliche Weihnachten!
Sri Lanka – Good Bye!
Ein schönes Land! Vielfältig! Berge, Seen, üppige Vegetation, schöne Buchten und Strände. Nicht umsonst ist Sri Lanka bei Paaren beliebt – ein Trauminselchen. Aber auch für Alleinreisende ergibt sich immer die Möglichkeit für ein Gespräch oder ein Zusammensein mit anderen Resienden. Es ist „einfach“ hier zu reisen. Busse, Züge, Shuttles alles vorhanden – und wer es eilig hat der nimmt sich ein Taxi – evtl. gleich für 2 Wochen. Alles möglich.
Ich habe es genossen hier – yep! Zwar ist mir mein iPhone samt Batteriepack und Kopfhörer geklaut worden – doch darüber habe ich die ungeheure Hilfsbereitschaft der Einwohner hier kennengelernt. Von daher erreichen mich keine SMS, Whatsapp und sonstige mobile Apps mehr. E-Mail geht und natürlich hier über den Reiseblog.
Im Moment sitze ich mal wieder am Flughafen und warte auf meinen Flug nach Kuala Lumpur. Danach geht’s nach Yangon, Myanmar. Im Hintergrund läuft die 50te Version von „dreaming of a white christmas“ – wow- gerade eben haben sie auf „silent nights“ gewechselt.
Wie ist’s in good old Germany? Schon ein stranges Gefühl – Weihnachten kommt und Silvester. Hier haben manche Shops Weihnachtsdeko und die Kassiererinnen haben Weihnachtsmützen auf – schaut schon etwas gezwungen aus…
Reisen verändert – ich verändere mich – das ist spannend zu beobachten!
… und im Hintergrund Weihnachtsmucke …
Es wird klarer wie ich Reisen möchte und was ich brauche.
Meine Meditation verändert sich, ebenso meine Wahrnehmung.
So langsam beginnt der „Flow“ :o)
Ok! Jetzt gibt’s „Gut Abend, gut Nacht“ – in diesem Sinne!
Jobs und der Hirnwusel
Die ganze Zeit über hatte ich irgendwas im Hinterkopf das mich störte, bzw. mich nicht in Ruhe ließ – vor zwei Tagen kam ich drauf. Jobs. Bisher hatte ich noch keine Lust zu arbeiten. Was vielleicht auch daran lag, das ich gute, intensive Gespräche mit Einheimischen hatte und deswegen in das Land „reinkam“. Da war eine junge indische Frau, die ihren Eltern zuliebe und aus Respekt einen Mann geheiratet hat, den sie kaum kannte. Ein Gespräch entstand das vom sehr Persönlichen in die Kultur und Politik ihres Landes mündete. Es geschah öfters das ein freundliches Gespräch über dies und das sehr tief wurde – Schönes und Missstände beleuchtete. Indien ist für mich ein Land des Aufbruchs das einen Fuß in der Vergangenheit einzementiert hat. Das Traditionen hochhält und sich manchmal dahinter versteckt, als hätte es Angst vor der Freiheit – wie viel Freiheit verträgt ein Volk?
Ich habe mich entschieden Myanmar und Kambodscha „nur“ zu bereisen. Laos werde ich wahrscheinlich auslassen. Mein Fokus wird auf Thailand liegen. Dort habe werden es wohl mehrere Wochen werden – quasi eine Art homebase. Wenn mich arbeitstechnisch etwas anspricht, dann ist es gut – wenn nicht – nicht. So bin ich jetzt mal mit verblieben. Ich hatte mir da mehr Stress gemacht als angesagt war… da kommt noch genügend auf mich zu :o)
Sri Lanka II
Yala Nationalpark – gute Entscheidung! Der Ausgangsort Tissa allerdings – naja ok – für eine Nacht… Ich war immer gegen „Safaris“, doch dieser Park ist so riesig das man Glück haben muß etwas zu sehen. Die Tiere haben genug Rückzugsmöglichkeiten und ihre Ruhe. Ich hatte Glück eine Elefantenfamilie beim Mittagessen zu treffen. Danach ging es an den Beach! Endlich! Und der war richtig schön – Mirissa – Postkartenmäßig. Heute bin ich übergangsmäßig in Unawatuna an der Westküste – und so nähere ich mich wieder Colombo. Eigentlich hatte ich vor zurück nach Indien zu fliegen um erst die Kerala Backwaters per Hausboot und später Goa unsicher zu machen, doch im Moment grassiert dort die Vogelgrippe – berichtet zumindest die Zeitung. Also geht mein Flieger am Sonntag über Kuala Lumpur nach Yangon, Myanmar. Laut den Blogs der anderen Reisenden ist Myanmar noch ein Abenteuer – ich werde berichten!
Sri Lanka
Die erste Nacht in Negombo am Strand von Sri Lanka tat gut. Es war ruhig und auch die Uhren ticken ein bisschen langsamer als in Indien. Hunde und Raben haben aber den gleichen Rhythmus – leider. Anyway, Sri Lanka ist eine tolle, abwechslungsreiche Insel. Von schönen Stränden über Teeplantagen soweit das Auge reicht, Hochebenen, Berge – und gutes Essen. Viele sagen es wäre „Little India“, doch dem kann ich nicht ganz zustimmen. Was sofort auffällt – es ist aufgeräumter hier. Es riecht nach Natur. Ich sehe lächelnde Menschen. Was gleich ist – der Verkehr. Nur wird hier weniger gehupt, sondern einfach gefahren. Was in Indien ein schwieriges ein Reisverschlußverfahren ist, gleicht hier eher einem ZipLock. In Sri Lanka haben mal eben 3 Autos nebeneinander Platz wo sonst eines fährt – ohne Aufregung. Ich hatte die Chance vorne beim Busfahrer zu sitzen – hätte ich besser nicht gemacht. In Sachen Verkehr bin ich eigentlich nicht zimperlich, aber das glich eher einer 3 Stunden Abenteurfahrt – dagegen ist die „Wilde Maus“ pillepalle. Sobald das Video fertig ist und ich endlich kapiert habe wie ich das hier reingestellt bekomme – heißt anschnallen!
Wer mich kennt weiß – ich liebe Kaffee. Doch hier habe ich das erste Mal richtig guten Tee getrunken! Ich gestehe – gerade jeden Tag. Ein Traum! Und du guckst vom Balkon und denkst: alles Tee – alles. Es stimmt wirklich. Das meiste Grün auf den Bildern ist Tee – ich konnte es kaum fassen.
Nach einigen Tempelbesuchen und mitternächtlichen Bergbesteigungen, Höhenwanderungen sowie den notwendigen Massagestunden um wieder einigermaßen laufen zu können, fahre ich morgen in den Yala Nationalpark. Mal sehen was sich alles an Tierwelt zeigt. Danach geht’s an den Beach. Wale beobachten und vlt. Surfen – wenn sich mein Schnupfen verzogen hat… ich werde berichten.
Break!
Ich sitze am Int. Airport Madurai und warte auf meinen Flug nach Sri Lanka. Nach einer 9 Stunden Bustour, Umsteigen und mal kurz in die Werkstatt weil irgendwas locker war kam ich abends ziemlich fertig in Madurai an. Ich gönnte mir mal ein Hotel – hätte ich besser nicht gemacht. Nur AC, heiße, feuchte Zimmer und das Fenster zum Öffnen geht Richtung Klimaschacht – prickelnd. Egal, ich war müde.
Ich brauche einen Break – heute geht’s nach Colombo und von dort aus die Küste runter – ich melde mich.
Auroville
… die Stadt der Zukunft – die Stadt der Freiheit, des Miteinander. Im Moment leben hier ca. 2600 aus 40 Nationen. Religion, Status, Hautfarbe, Vermögen spielen keine Rolle. Es sollen einmal 50.000 Menschen in dieser Vision leben, der Mira Alfassa „The Mother“ und Sri Aurobindo Gestalt gaben.
Titelbild ist „Matrimandir“ – the Soul of Auroville. Auf Wiki gibt’s einen guten Artikel darüber. Über Auroville wird kontrovers diskutiert – die einen sprechen von Sektenkult, die anderen vom Paradies. Die Wahrheit? Wie immer :o) irgendwo dazwischen. Innerhalb dieser 20 qKm gibt es viele schöne Plätze die ein angenehmes Gefühl vermitteln – später sollen es einmal 60 qKm werden. Die ursprünglichen Dörfer wurden – wie schreibe ich denn… – eingemeindet? Ich schwinge mich wieder auf meinen Roller, denn ohne fahrbaren Untersatz geht man ein… Ab 18.00 ist es stockdunkel – jeden Tag. Es gibt kaum Laternen. Verbindungsstraßen bestehen aus dustroads. Von meiner Unterkunft bis ins Zentrum von Auroville brauche ich da schon 30 min. Ich will gar nicht wissen wie es ist wenn es hier regnet – OMG!
Morgen geht es weiter nach Thanjavur – ein Ort mit Geschichte.
Palmblattbibliotheken Teil2
Heute gibt es die Auflösung der Readings in den Palmblattbibliotheken. Ich finde es klasse was es alles gibt auf der Welt! Mein 4. Reading verlief noch detailierter als die anderen – es kamen Jahreszahlen und definierte Zeiträume dazu, Länderangaben usw. Es brachte auch Neues ins Spiel, das so noch nicht angesprochen wurde oder gänzlich in eine andere Richtung geht als in den anderen Readings. Warum ist das so? Auf meine Nachfrage hin wurde mir erklärt, das das Leben geschieht – meine Wünsche fließen in das Ganze mit ein, aber die Richtung ist klar. Andere meinten der Mensch habe 25% Einfluß auf sein Leben, durch Wünsche, Ausrichtung und Vorstellungen – der Rest aber steht geschrieben.
Was mache ich jetzt damit?
Wenn ich alle Readings zusammenfasse, dann gibt es eine klare Ausrichtung wie mein Leben verlaufen könnte. Ich schreibe bewußt könnte – wer weiß schon was ich mir in 10 Jahren wünsche. Ihr kennt sicher diese kleinen, leisen Gedanken wie – wenn ich mir was wünschen dürfte…, oder – es wäre schön wenn…, oder – am liebsten würde ich… – diese kleinen Gedanken wurden in den Readings laut ausgesprochen – von jemandem anderen. Das macht dich sprachlos und auch ein bisschen ängstlich, denn deine Wünsche, die du ablehnst mit: „Das wird eh nichts/bleibt ein Traum/usw.“ kann Realität werden. Im Endeffekt wurden meine Ahnungen bestätigt und darüberhinaus Möglichkeiten aufgezeigt damit umzugehen. Wer sich also mit Entscheidungen unsicher ist oder eine Richtung sucht in seinem Leben, der mag sich sein Palmblatt lesen lassen. Es gibt in jedem Fall Anregungen und Weisungen was alles zum eigenen Wohlergehen möglich ist.
Letztlich sind es Geschichten – Lebensgeschichten. Lasst uns also Geschichte schreiben – auf geht’s morgen nach Auroville – die Stadt der Zukunft.
Palmblattbibliotheken Teil1
Das Phänomen der Palmblattbibliotheken ist sehr umstritten. Die einen meinen das wäre alles Humbug, die anderen bezeichnen es als vedische Astrologie und ein nicht unerheblicher Teil der Besucher ist von den Palmblattlesungen überzeugt.
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie immer mittendrin.
Was ist das überhaupt?
Vor 3000 Jahren (andere Quellen meinen 7000 Jahren) haben sogenannte Rishis die Geschichte der Menschheit aufgeschrieben und jeder Mensch der in seinem Leben eine der 12 indischen Palmblattbibliotheken aufsucht erhält Einsicht in sein Leben. Sein gesamtes Leben, d.h. inklusive Vorleben und die Leben nach dem jetzigen. Alle Themen werden in sogenannten Chapters beleuchtet – Beruf, Gesundheit, Familie, usw.
Eine gute Quelle für Interessierte ist das Buch von Thomas Ritter über Palmblattbibliotheken. (die Website ist auch gut)
Auf jeden Fall seht ihr im Titelbild „mein Palmblatt“. Zusammen mit einem vedischen Horoskop bildet das die Grundlage für eine Lesung. Aus Name und Geburtstag gibt das Horoskop eine allgemeine Auskunft über den Menschen. Das entsprechende Blatt muß gefunden werden. Das erfolgt über Nachfragen bestimmter Eckdaten. Sobald diese stimmen – geht’s los. Was der Reader (ein ausgebildeter Leser der Alt-Tamil beherrscht) dann erzählt läßt einem schon manchmal frösteln. Z.B. wenn ein Inder den Namen der Mutter akzentfrei in deutsch von sich gibt, oder erzählt wann welches Familienmitglied gestorben ist, oder abliest was jetzt gerade im Leben ansteht.
Ich war bisher in 3 Bibliotheken – ich will wie immer wissen ob das stimmt. Morgen habe ich noch eine Lesung und dann kann ich einen Vergleich starten. Das 1. Reading stimmte wie der Nagel auf den Kopf. Das zweite Reading wich vom ersten ab und war mir auch ein bisserl suspekt. Es gibt da glaube ich richtige Unterschiede in der Qualität des Readings. Das 3. deckte sich mit dem 1. zu einem großen Teil. Jetzt bin ich auf das 4. gespannt, denn das wird letztlich den Ausschlag geben. Spannend!!! Als ich vor 20 Jahren darüber gelesen hatte, da wußte ich – eines Tages finde ich meine Palmblätter – und so ist es. Ich werde in der Fortsetzung berichten.
Kanchipuram
Back to reality! Kanchipuram wartet mit gewohntem Getöse auf mich. Verflogen sind die Wohlgerüche – dafür gibt’s den allgegenwärtigen Mix aus Müll, Urin, Räucherstäbchen und Kuhdung. Letztlich doch ok, ich habe mich daran gewöhnt. Das Hemd lässt auch auf sich warten. Wo ich hinsehe – keine Touristen… es ist noch offseason. Von daher kleben die Händler an mir wie Fliegen am Speck – ich lerne freundliche Gelassenheit zu üben – nicht immer einfach. Die Tempel sind in jedem Fall sehenswert. In der Bildergalerie habe ich einen Geschmack davon gepostet. Hier in Kanchi hatte ich auch mein zweites Reading in einer Palmblattbibliothek – das ist ne verrückte Sache von der ich vor zwanzig Jahren gelesen hatte. Thomas Ritter hat darüber ein Buch geschrieben – kann ich empfehlen. Im Internet wird diskutiert, ob das Humbug sei – jeder bilde sich seine Meinung. Ich wollte es live erleben – darüber wird es einen extra Post geben. Nächstes Ziel ist Mamallapuram – beachtime!!!
