Indien

Break!

Ich sitze am Int. Airport Madurai und warte auf meinen Flug nach Sri Lanka. Nach einer 9 Stunden Bustour, Umsteigen und mal kurz in die Werkstatt weil irgendwas locker war kam ich abends ziemlich fertig in Madurai an. Ich gönnte mir mal ein Hotel – hätte ich besser nicht gemacht. Nur AC, heiße, feuchte Zimmer und das Fenster zum Öffnen geht Richtung Klimaschacht – prickelnd. Egal, ich war müde.
Ich brauche einen Break – heute geht’s nach Colombo und von dort aus die Küste runter – ich melde mich.

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Auroville

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… die Stadt der Zukunft – die Stadt der Freiheit, des Miteinander. Im Moment leben hier ca. 2600 aus 40 Nationen. Religion, Status, Hautfarbe, Vermögen spielen keine Rolle. Es sollen einmal 50.000 Menschen in dieser Vision leben, der Mira Alfassa „The Mother“ und Sri Aurobindo Gestalt gaben.
Titelbild ist „Matrimandir“ – the Soul of Auroville. Auf Wiki gibt’s einen guten Artikel darüber. Über Auroville wird kontrovers diskutiert – die einen sprechen von Sektenkult, die anderen vom Paradies. Die Wahrheit? Wie immer :o) irgendwo dazwischen. Innerhalb dieser 20 qKm gibt es viele schöne Plätze die ein angenehmes Gefühl vermitteln – später sollen es einmal 60 qKm werden. Die ursprünglichen Dörfer wurden – wie schreibe ich denn… – eingemeindet? Ich schwinge mich wieder auf meinen Roller, denn ohne fahrbaren Untersatz geht man ein… Ab 18.00 ist es stockdunkel – jeden Tag. Es gibt kaum Laternen. Verbindungsstraßen bestehen aus dustroads. Von meiner Unterkunft bis ins Zentrum von Auroville brauche ich da schon 30 min. Ich will gar nicht wissen wie es ist wenn es hier regnet – OMG!
Morgen geht es weiter nach Thanjavur – ein Ort mit Geschichte.

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Palmblattbibliotheken Teil2

Heute gibt es die Auflösung der Readings in den Palmblattbibliotheken. Ich finde es klasse was es alles gibt auf der Welt! Mein 4. Reading verlief noch detailierter als die anderen – es kamen Jahreszahlen und definierte Zeiträume dazu, Länderangaben usw. Es brachte auch Neues ins Spiel, das so noch nicht angesprochen wurde oder gänzlich in eine andere Richtung geht als in den anderen Readings. Warum ist das so? Auf meine Nachfrage hin wurde mir erklärt, das das Leben geschieht – meine Wünsche fließen in das Ganze mit ein, aber die Richtung ist klar. Andere meinten der Mensch habe 25% Einfluß auf sein Leben, durch Wünsche, Ausrichtung und Vorstellungen – der Rest aber steht geschrieben.
Was mache ich jetzt damit?
Wenn ich alle Readings zusammenfasse, dann gibt es eine klare Ausrichtung wie mein Leben verlaufen könnte. Ich schreibe bewußt könnte – wer weiß schon was ich mir in 10 Jahren wünsche. Ihr kennt sicher diese kleinen, leisen Gedanken wie – wenn ich mir was wünschen dürfte…, oder – es wäre schön wenn…, oder – am liebsten würde ich… – diese kleinen Gedanken wurden in den Readings laut ausgesprochen – von jemandem anderen. Das macht dich sprachlos und auch ein bisschen ängstlich, denn deine Wünsche, die du ablehnst mit: „Das wird eh nichts/bleibt ein Traum/usw.“ kann Realität werden. Im Endeffekt wurden meine Ahnungen bestätigt und darüberhinaus Möglichkeiten aufgezeigt damit umzugehen. Wer sich also mit Entscheidungen unsicher ist oder eine Richtung sucht in seinem Leben, der mag sich sein Palmblatt lesen lassen. Es gibt in jedem Fall Anregungen und Weisungen was alles zum eigenen Wohlergehen möglich ist.
Letztlich sind es Geschichten – Lebensgeschichten. Lasst uns also Geschichte schreiben – auf geht’s morgen nach Auroville – die Stadt der Zukunft.

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Palmblattbibliotheken Teil1

Das Phänomen der Palmblattbibliotheken ist sehr umstritten. Die einen meinen das wäre alles Humbug, die anderen bezeichnen es als vedische Astrologie und ein nicht unerheblicher Teil der Besucher ist von den Palmblattlesungen überzeugt.
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie immer mittendrin.
Was ist das überhaupt?
Vor 3000 Jahren (andere Quellen meinen 7000 Jahren) haben sogenannte Rishis die Geschichte der Menschheit aufgeschrieben und jeder Mensch der in seinem Leben eine der 12 indischen Palmblattbibliotheken aufsucht erhält Einsicht in sein Leben. Sein gesamtes Leben, d.h. inklusive Vorleben und die Leben nach dem jetzigen. Alle Themen werden in sogenannten Chapters beleuchtet – Beruf, Gesundheit, Familie, usw.
Eine gute Quelle für Interessierte ist das Buch von Thomas Ritter über Palmblattbibliotheken. (die Website ist auch gut)
Auf jeden Fall seht ihr im Titelbild „mein Palmblatt“. Zusammen mit einem vedischen Horoskop bildet das die Grundlage für eine Lesung. Aus Name und Geburtstag gibt das Horoskop eine allgemeine Auskunft über den Menschen. Das entsprechende Blatt muß gefunden werden. Das erfolgt über Nachfragen bestimmter Eckdaten. Sobald diese stimmen – geht’s los. Was der Reader (ein ausgebildeter Leser der Alt-Tamil beherrscht) dann erzählt läßt einem schon manchmal frösteln. Z.B. wenn ein Inder den Namen der Mutter akzentfrei in deutsch von sich gibt, oder erzählt wann welches Familienmitglied gestorben ist, oder abliest was jetzt gerade im Leben ansteht.
Ich war bisher in 3 Bibliotheken – ich will wie immer wissen ob das stimmt. Morgen habe ich noch eine Lesung und dann kann ich einen Vergleich starten. Das 1. Reading stimmte wie der Nagel auf den Kopf. Das zweite Reading wich vom ersten ab und war mir auch ein bisserl suspekt. Es gibt da glaube ich richtige Unterschiede in der Qualität des Readings. Das 3. deckte sich mit dem 1. zu einem großen Teil. Jetzt bin ich auf das 4. gespannt, denn das wird letztlich den Ausschlag geben. Spannend!!! Als ich vor 20 Jahren darüber gelesen hatte, da wußte ich – eines Tages finde ich meine Palmblätter – und so ist es. Ich werde in der Fortsetzung berichten.

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Kanchipuram

Back to reality! Kanchipuram wartet mit gewohntem Getöse auf mich. Verflogen sind die Wohlgerüche – dafür gibt’s den allgegenwärtigen Mix aus Müll, Urin, Räucherstäbchen und Kuhdung. Letztlich doch ok, ich habe mich daran gewöhnt. Das Hemd lässt auch auf sich warten. Wo ich hinsehe – keine Touristen… es ist noch offseason. Von daher kleben die Händler an mir wie Fliegen am Speck – ich lerne freundliche Gelassenheit zu üben – nicht immer einfach. Die Tempel sind in jedem Fall sehenswert. In der Bildergalerie habe ich einen Geschmack davon gepostet. Hier in Kanchi hatte ich auch mein zweites Reading in einer Palmblattbibliothek – das ist ne verrückte Sache von der ich vor zwanzig Jahren gelesen hatte. Thomas Ritter hat darüber ein Buch geschrieben – kann ich empfehlen. Im Internet wird diskutiert, ob das Humbug sei – jeder bilde sich seine Meinung. Ich wollte es live erleben – darüber wird es einen extra Post geben. Nächstes Ziel ist Mamallapuram – beachtime!!!

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Von heiligen Bergen und Regentänzen

In der Stille versinken – endlose Chants – eingehüllt in Wohlgerüchen. Die Seele baumelt.
Hier in Tiru gibt es Gurus, Ashrams, Teahouses, Hängengebliebene, Suchende, Gefundene – und fast nichts, das es nicht gibt.
Indien ohne Meditation und der Suche nach Vollendung wäre genauso unvorstellbar wie Deutschland ohne Fußball.
Ein Sommer(Winter)gewitter brachte heute Abkühlung – nass werden in 20 Sekunden. Herrlich im warmen Regen zu tanzen – einfach so, einfach so. Man merkt schon ich bin in Medistimmung… Morgen gehts nach Kanchipuram – die Stadt der Tempel und der Seide – Zeit für ein Hemd :o)
Namaste!

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Tiruvannmalai

…und der heilige Berg.
Erst mal noch zu Bengaluru – was für eine Stadt!
5,6 Mio Einwohner – gefühlt hat jeder min. ein Fahrzeug und fährt den ganzen Tag im Kreis. Wer nicht Hupen kann der schreit halt. Außerdem glaube ich das diese Stadt mehr Händler als Einwohner hat – sie besteht quasi aus Handel.
Aber – sie ist soo gut! Gutes Flair. Safe. Hilfsbereite Menschen wo man sie braucht. Weder und Nacht, egal welche Gegend hatte ich ein komisches Gefühl. Schön quirlig!
Mit dem Nachtbus gehts nach Tiruvannmalai. Ein kontemplativer Ort des verstorbenen R. Maharashi. Seine Schriften zählen zu meinen Favorites.
Vom Reality-Spiel „Wer kommt heil über die Straße“ zum stillen Wandeln. ich bin mal gespannt…

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Indien!

Indien mit !
Oh ja, jetzt verstehe ich die Ratschläge und Kommentare derer, die schon in Indien waren! Laut, lauter und meine Hupe ist lauter als deine, also Platz da! Hier drängen sich 2-6 spurige Straßen durch die City, wie Lymphe durch ihre Bahnen. 2-6 weil sich aus unerfindlichen Gründen die Spuren verändern – warum, das weiß hier wahrscheinlich auch niemand, doch es führt zu einem Chaos sondergleichen.
Für die 15km vom Flughafen zum Hotel brauchte ich letztlich 4 Buslinien, weil den Fahrern einfiel es wäre doch eine andere Linie, die zu meiner Straße führt. Ein Audo (TukTuk) brachte es nach nächtlichem Kreisen Zustande mich richtig abzusetzen. Wäre ich meinem Gefühl gefolgt und hätte ein Taxi genommen… hätte ich weniger erlebt :o)
Resümee: 15km – 4 Busse – 1 Audo – 2 Stunden – 30 ct
Taxi 15km – 15 min – 5 €
1. Lektion Indien:
Eine Auskunft ist nur eine Auskunft – sie muß nicht zwangsläufig zu einem gewünschten Ergebnis führen.

10.15 ab geht’s in den Lymphstrom – ich habe eine Verabredung. Aber das wird eine neue Geschichte…

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